Neue CD-Kritiken

Neue CD-Kritiken

 

Hier findet Ihr die neuesten CD-Kritiken der letzten Updates. Über Musik lässt sich nicht streiten, nur diskutieren. Deswegen bitte bitte keine beleidigenden Mails mehr, nur weil ich Eure Lieblings-CD schlecht kritisiert habe. Das hier ist AUSSCHLIESSLICH MEIN Musikgeschmack (bzw. natürlich der Geschmack meiner Co-Kritiker). Ich halte Euch ja auch nicht für blöd, nur weil Ihr Helene Fischer oder Andrea Berg gut findet. Schickt mir dann lieber eine Gegen-Kritik als TXT-Datei. Die wird dann selbstverständlich auch veröffentlicht.

Und wer Schreibfehler findet darf sie behalten !!

 

17.02.2018

30.03.2018

01.05.2018

Arilyn - #eraser

23 Acez - Embracing The Madness

Ayreon - Best Of Ayreon Live

Damnation Angels - Bringer Of Light

Boscher, Xavier - Zoologica Duodecim #1: Ocean

Frequency Drift - Letters To Maro

Dark Element, The - The Dark Element

Deafening Opera - Let Silence Fall

Kamelot - The Shadow Theory

Echo Us - To Wake A Dream In Moving Water

Downriver Dead Men Go - Departures

Kobra And The Lotus - Prevail II

Evanescence - Synthesis

Katsionis, Bob - Prognosis & Synopsis

Phi - Cycles

Hackett, Steve - Wuthering Nights: Live In Birmingham

Melted Space - Darkening Light

Pinski - Sound The Alarm

Innerspace - Rise

Orphaned Land - Unsung Prophets & Dead Messiahs

Subsignal - La Muerta

Magnum - Lost On The Road To Eternity

Powerized - The Mirror’s Eye

Temperance - Of Jupiter And Moons

Sons Of Apollo - Psychotic Symphony

Secret Rule - The Key To The World

 

Vantomme - Vegir

Sleeping Romance - Alba

 

 

Visions Of Atlantis - The Deep & The Dark

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23 Acez - Embracing The Madness (VÖ:08.03.2018)
Die belgische Band ‘23 Acez’ ist eine Neuentdeckung auf meiner Seite, obwohl ‘Embracing The Madness’ nach ‘Crossroads’ (2012) und ‘Redemption Waves’ (2014) bereits das dritte Album ist. Musikalisch ist ‘23 Acez’ schwer einzuordnen. Es ist eine Mischung aus Melodic Metal mit leichten Prog-Metal-Einflüssen. Am ehesten erinnern mich die Jungs um Ausnahmesänger Benny Willaert, der wirklich einen tollen Job macht, an Brainstorm oder auch nicht so komplizierte Lanfear. Auf jeden Fall beginnt es schon mal gut mit dem 2 1/2 minütigen instrumentalen Opener ‘Re-’, zuerst sphärisch und orchestral und dann mit gewaltigem Gitarren-Gewitter. Macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Danach folgt schon das erste Highlight des Albums mit ‘Animation’, bei dem die progressiven Einflüsse auf jeden Fall spürbar sind. Getragener Mid-Tempo-Metal mit einprägsamem Refrain, gefolgt von einem Break samt gefühlvollem Gitarren-Solo. Cooler Song. Der folgende Song ‘Cellbound’ ist ähnlich aufgebaut aber insgesamt etwas härter / böser. Die obligatorische Quoten-Ballade darf auch nicht fehlen und kommt sofort mit ‘Shadows’, wobei Ballade nur für die erste Hälfte des Songs zutrifft. Danach wird es etwas flotter und metallischer.
Besonders erwähnen möchte ich noch das Titelstück, das ebenfalls ziemlich proggig angehaucht ist (auf jeden Fall der abwechslungsreichste Song auf der Scheibe) und den Schluss-Track ‘Freefall’, der auch besonders heraussticht.
Insgesamt sind ‘23 Acez’ eine interessante Band und Fans des Genre dürfen gerne mehr als ein Ohr riskieren. Es gibt auch ein paar Videos (von älteren Songs) auf YouTube sowie natürlich mehr Infos auf ihrer Homepage.

Arilyn - #eraser (VÖ:24.11.2017)
Die Band aus Ludwigshafen verfolge ich schon seit 2002 und ihrer CD ‘Tomorrow Never Comes’, die damals noch bei QuiXote veröffentlicht wurde. Damals noch als Space-Rock beschrieben, haben sich ‘Arilyn’ im Laufe der vielen Jahre richtig weiterentwickelt und bis zum letzten Werk ‘Shadows Of The Past’ aus dem Jahr 2013 eher in die härtere und auch proggigere Richtung verändert. Nun also, 4 Jahre später, und wenn man die Live-DVD mitrechnet, Veröffentlichung Nummer 6.
Schon der Opener ‘Eraser’ haut mich schon fast ein bißchen aus dem Sessel. Ein richtig geiler Song. Keyboard am Anfang, dann ein bißchen Gitarre dazu, ziemlich flott alles. Und dann der Gesang von Bassist Christian Külbs, der immer noch eine totale Ähnlichkeit mit Midge Ure in seiner Stimme hat. Gepaart mit einer Melodie und einem Refrain der einem nicht aus dem Kopf geht. Sensationell guter Song. Proggiger und getragener folgt dann ‘The Temple’, auch wieder mit einer genialen Gesangslinie. Ähnlich dann das nächste Stück ‘Resist’. Die Jungs haben echt ein gutes Händchen für Melodien. Ein bißchen spaciger kommt dann ‘Coming Back To Life’ daher, was vor allem an den Keyboards liegt. Aber auch die Gitarre darf endlich mal ein bißchen wimmern. Schönes Solo.
Weitere Songs einzeln zu erwähnen, ist eigentlich Zeitverschwendung, denn wirklich alle Songs haben ein herausragend hohes Niveau. Etwas aus der Reihe tanzt vielleicht ‘Special’, das ziemlich rockig und straight ist und ‘Shattered Pieces’, das ich mal als das proggigste Stück auf der CD bezeichnen möchte. Und dann gibt es am Schluss noch sowas wie eine Quoten-Ballade. ‘With Love’. Ein Song der eine ganz andere Seite von Arilyn zeigt. Richtig schön.
Fazit: Mit ‘#eraser’ haben es Arilyn mal wieder geschafft, mich zu begeistern und ich kann hier nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen. Mehr Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage

Ayreon - Best Of Ayreon Live (VÖ:30.03.2018)
In meiner langjährigen Karriere als Musik-Konsument habe ich schon die eine oder andere Live-Veröffentlichung, sei es visuell auf Video, DVD oder BluRay oder auch ganz klassisch auf CD genossen. Einige davon waren langweilig, einige ganz gut, ein paar Wenige überragend. Bis jetzt war mein absolutes Highlight das Paket von Sigur Rós namens ‘Heima’, ein außergewöhnliches Erlebnis, das jetzt schon über 10 Jahre auf dem Buckel hat. Und nun kommt plötzlich ein weiteres, wirklich außergewöhnliches Werk meiner Lieblings-Progger ‘Ayreon’ auf den Markt, das wohl so niemand erhofft hatte, weiß man doch dass Ayreon-Mastermind Arjen Lucassen nicht gerade begeistert ist, live aufzutreten.
Die Idee, das Projekt Ayreon live auf die Bühne zu bringen, stammt wohl von Arjens Lebensgefährtin Lori Linstruth, die vorgeschlagen hatte, ein Best Of Ayreon mal live den Fans zu schenken. Zuerst wurde an eine kleine Produktion gedacht, doch nachdem innerhalb von Stunden die zwei geplanten Konzerte im 013 Poppodium in Tilburg ausverkauft waren und somit auch noch die vom Veranstalter angebotene Option eines dritten Konzertes (die Halle wurde einfach mal frei gehalten) auf dem Markt geworfen wurde, waren es am Ende innerhalb eines Tages ca. 9.000 verkaufte Tickets sowie ein Budget, das einen kleinen Bombast ermöglichte.
Erste Versuche gab es dann bei einer Try Out Show in einem kleineren Rahmen am 01. September 2017 (Ausschnitte davon gibt es auf der DVD- sowie BluRay-Version), die eigentlichen ‘großen’ Konzerte fanden dann Mitte September statt.
Alleine die Tatsache, dass Arjen Lucassen und seine Mit-Organisatoren versucht haben, die Original-Sängerinnen und Sänger zu den Konzerten aufzutreiben zeigt, dass er die Konzerte richtig ernst genommen hat und keine Kosten und Mühen gescheut wurden. Leider hat das alles nicht ganz geklappt (die Original-Interpreten sind ja über den ganzen Erdball verstreut und auch in anderen Bands involviert), aber am Ende gab es ein wahnsinniges Line-Up und auch ein paar Überraschungen.
Fangen wir mal mit den Musikern an. Zuerst zu nennen ist auf jeden Fall Keyboarder Joost Van Den Broek, der die ganze Sache auch produziert hat. Dann Ed Warby, der Dauer-Drummer bei Ayreon, Bassist Johan Van Stratum, Blas-Instrumentalist Jeroen Goossens, Gitarrist Ferry Duijsens, Lead-Gitarrist Marcel Coenen (mit einem Wahnsinns Auftritt) sowie Maaike Peterse (Cello), Rob Snijders (Percussions), Ben Mathot (Violine) und Peter Vink (Bass), der auch noch einen kurzen Auftritt hat. Und ... das ist die größte Überraschung ... Arjen himself tritt gegen Ende auch noch für ein kurzes Intermezzo (sowie einer 11-minütigen Rede, die auf der CD-Version aber nicht drauf ist) auf die Bühne und überwindet ziemlich routiniert sein Lampenfieber.
Die Crème de la Crème der SängerInnen kann sich auch sehen lassen: Mike Mills, Edward Reekers, Robert Soeterboek, Marcela Bovio, Floor Jansen, John Jaycee Cuijpers, Jonas Renske, Anneke van Giersbergen, Maggy Luyten, Hansi Kürsch, Damian Wilson, Irene Jansen, Tommy Karevik, Marco Hietala, Lisette van den Berg und Jay von Feggelen.
Geboten wird tatsächlich ein Best Of Ayreon der letzten über 20 Jahre und quer über alle Alben (sowie ein bißchen was von ‘Star One’) auf ca. 2 1/2 Stunden. Langeweile kommt hier zu keiner Sekunde auf, da nicht nur die vielen Duette und genialen Musiker überzeugen, sondern die gesamte Produktion samt Light-Show und mega Video Wand. Trotzdem möchte ich ein paar Songs unbedingt herausgreifen. Da wäre zuerst ‘Valley Of The Queens’, gesungen von Floor Jansen, Anneke van Giersbergen und Marcela Bovio. Und das in einer solchen Perfektion und einem unglaublichen Timing. Sensationell. Dann noch ‘And The Druids Turned To Stone’, (gefühlvoll kann Damian Wilson einfach am Besten), natürlich ‘Computer Eyes’ (bis heute mein Lieblings-Song von Ayreon), ‘Intergalactic Space Crusaders’ (mit einem genialen Autritt von Peter Vink und einem tollen Sangesbattle zwischen Damian Wilson und Maggy Luyten und einfach weil der Song total fetzt) sowie ‘The Castle Hall’ weil hier Arjen die Bühne betritt und ein paar fette Gitarren-Riffs beisteuert.
‘Best Of Ayreon’ kann ich uneingeschränkt empfehlen. Allerdings lohnt sich der Kauf ‘nur’ der Doppel-CD meiner Meinung nach nicht. Erstens fehlt hierauf 11 Minuten Rede von Arjen Lucassen über die ganze Vor-Geschichte der Konzerte sowie das visuelle Erlebnis, das einfach dazu gehört. Außerdem gibt es bei der Version DVD / BluRay noch ein knapp 1 1/2 stündiges Making Of mit Interviews aller teilnehmenden Musikern sowie einen kleinen Ausschnitt der Try Out Show. Und beides würde einem auf jeden Fall fehlen. Auf jeden Fall ein Pflichtkauf!

Boscher, Xavier - Zoologica Duodecim #1. Ocean (VÖ:02.04.2018)
Der Süd-Franzose ‘Xavier Boscher’ scheint echt vor Kreativität zu strotzen. Nachdem er erst Ende November 2017 sein geniales Werk ‘Embryogenesis’ veröffentlicht hat (muss man haben), hat er nun ein 12-teiliges (!!) Werk mit Mini-Alben angekündigt, auf denen er diverse Tiere in ihren unterschiedlichen Plätzen im Leben musikalisch beschreiben will.
Teil 1 ist nun mit ‘Ocean’ veröffentlicht. Auf insgesamt 5 Songs, die rein instrumental und sehr gitarrenlastig sind, werden 5 Tiere (Whale, Seahorse, Shark, Octopus, Dolphin) gewürdigt. Und wenn man sich die Songs so anhört (die allesamt richtig gut sind), erkennt man schon das einzelne Tier wieder, wenn man es sich in Gedanken vorstellt. Auf jeden Fall eine äußerst interessante Idee und ich freue mich schon auf den nächsten Output. Das Mini-Album Nr. 1 kann übrigens direkt über die Homepage von Xavier Boscher für (mindestens) 3 Euro (!!!) digital erworben werden. Aber auch die anderen Alben von ihm sind absolut empfehlenswert und können ruhig gekauft werden. Verdient hat es Xavier Boscher auf jeden Fall. Ein Highlight im instrumentalen Bereich.

Damnation Angels - Bringer Of Light (VÖ:22.02.2013)
Im Rahmen der letzten Tour von Threshold (Dezember 2017) war unter anderem die Band ‘Damnation Angels’ im Vorprogramm. Leider war beim Merchandising die neueste CD schon ausverkauft (was vieles über die Qualität der Band sagt), so musste ich mich mit ‘Bringer Of Light’ aus dem Jahr 2013 begnügen. Trotzdem wollte ich ein paar Worte über die Band verlieren. Auf der vorliegenden Scheibe singt noch Per Fredrik Asly, mittlerweile wurde er durch den mehr als guten und charismatischen Ignacio Rodriguez ersetzt, der mich auf dem Konzert 2017 so richtig überzeugt hat. Musikalisch bewegen sich, entgegen dem auf dem Konzert auftretendem Haupt-Act Threshold, nicht etwa im Prog-Metal-Bereich sondern decken eher den Symphonic Power Metal ab. Als Label-Kollegen von Threshold durften sie sich wohl der Metal-Gemeinde etwas bekannt machen. Als wahre Song-Perlen entpuppen sich die beiden Long-Songs ‘The Longest Day Of My Life’ (10 Minuten) und der Schluss-Track ‘Pride’ (ebenfalls über 9 Minuten lang). Symphonisch, fette Gitarren-Riffs, tolle Melodielinien, geniale Refrains. Was will man mehr. Beide Songs wurden auch auf dem Konzert gespielt (soweit ich mich noch erinnern kann) und kamen durchweg noch härter rüber als auf der Studio-CD. Ich prophezeie der Band mal viel Erfolg, wenn sie in dieser Richtung weiter machen und freue mich einfach mal auf eine Headliner-Tour. Eine halbe Stunde Vorprogramm waren definitiv zu wenig.

Dark Element, The - The Dark Element (VÖ:10.11.2017)
Anette Olzon, bekannt von Alyson Avenue oder noch eher als Ex-Sängerin von Nightwish, war lange in der musikalischen Versenkung verschwunden. Lediglich in den sozialen Netzwerken (z.B. Instagram) war sie weiterhin als Bloggerin aktiv. Nun hat sie sich mit dem früheren Sonata Arctica Gitarristen Jani Liimatainen zusammengetan und unter dem Namen ‘The Dark Element’ eine neue CD raus gebracht. Und was soll ich sagen ... so würde Nightwish vielleicht heute klingen, wenn sie nicht in Richtung Filmmusik abgedriftet wären. Naja ... nicht ganz ... so viel Symphonic Metal steckt gar nicht in ‘The Dark Element’. Es sind eher leicht symphonisch angehauchte Metal-Kracher, die teilweise richtig Ohrwurmcharakter haben. Einige Songs muss man unbedingt heraus heben, weil sie einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Da wäre z.B. ‘Dead To Me’ (was für ein genialer Text) und ‘The Ghost And The Reaper’ aus der härteren Fraktion sowie ‘Someone You Used To Know’ oder ‘Heaven Of Your Heart’ wenn man eher auf bombastische Balladen und Herz-Schmerz steht. Aber auch die restlichen Songs sind durchaus gut und abwechslungsreich. Wie ich finde ein gelungenes Debut der Band und ich hoffe da kommt noch mehr. Dass Anette Olzon eine gute Stimme hat (die eigentlich nie richtig zu Nightwish gepasst hat) muss ich glaube ich nicht weiter erwähnen.

Deafening Opera - Let Silence Fall (VÖ: 17.03.2018)
Wer auf melodischen Prog steht, kommt eigentlich an der Münchner Band ‘Deafening Opera’ nicht vorbei. In der Besetzung Christian Eckstein (Bass, Vocals), Thomas Moser (Gitarre), Adrian Daleore (Lead Vocals), Moritz Kunkel (Gitarre, Vocals), Gérald Marie (Keyboards, Vocals) und Konrad Gonschorek (Drums) wurde jetzt nach dem Debut-Album ‘Synesteria’ (2009 und ‘Blueprint’ (2013) das dritte Album der Band eingespielt. Bei einem Song hat dann auch noch Katharina Khodos am Piano mitgewirkt. Die meisten Stücke wurden von Thomas Moser und Moritz Kunkel geschrieben, einige auch von Christian Eckstein. Der Prolog, ein wunderschöner 1 1/2-minütiges Piano-Song, von Gérald Marie. Nach dem Prolog folgt ein weiteres, kürzeres Instrumental-Stück (Deafening Overture), bevor es so richtig los geht. Knapp 8 Minuten ‘Down The River’, einem recht melodischen Song mit diversen Highlights wie geiles Gitarren-Solo, Kirchenorgel-Sound, Breaks und ein paar härteren Riffs. Auch das folgende ‘Amber Light’ geht in eine ähnliche Richtung. Nicht ganz so lang (‘nur’ 6 1/2 Minuten) aber ebenfalls gespickt mit einigen überraschenden Wendungen und einer Mischung aus Art-Rock und Neo-Prog. Die nächsten 3 Stücke, ebenfalls zwischen 6 1/2 und knapp 8 Minuten lang, haben auch alle einen gewissen eigenen Touch, mal richtig hart, mal sehr gefühlvoll und immer wieder zwischendurch ein fetter Gitarren-Part. Und keine Minute langweilig. Was zum Erholen gibt es dann mit dem ‘Short-Track’ ‘As Night And Day Collide’, so ein bißchen die Qouten-Ballade (und hier dann mit Katharina Khodos am Piano). Wunderschöner Song und toll gesungen. Danach wieder 2 eher proggige Sachen, wobei der zweite Song davon (‘At The Edge’) eher ruhiger angesiedelt ist, und manchmal an ‘Jadis’ in ihren besten Zeiten erinnert. Herz- und Schluss-Stück des Albums ist dann ‘Plus Ultra’, das mit 12 1/2 Minuten noch einmal die ganze Bandbreite der Band zeigt. Mit Abstand das genialste Werk auf dem Album.
Fazit: ‘Let Silence Fall’ ist allen Proggies ans Herz zu legen, egal ob ihr eher in Richtung Neo-Prog oder auch Prog-Metal tendiert. Auf diesem Album ist für jeden etwas dabei. Muss man haben.
Und noch ein kleiner Tipp: Deafening Opera treten dieses Jahr auf dem Night of the Prog - Festival auf der Loreley auf!! Nicht verpassen. Mehr Infos gibt es natürlich auch auf der Band-Homepage.

Downriver Dead Men Go - Departures (VÖ: 08.03.2018)
Die niederländische Combo ‘Downriver Dead Men Go’ ist etwas völlig Neues für mich. Eigentlich 2010 entsprungen aus der Alternative-Band ‘Caitlin’ und im Jahr 2015 mit dem Erstlingswerk ‘Tides’ auf dem Markt, das in Eigenproduktion erschienen ist. Von Alternative-Rock ist bei ‘Departures’ so gar nichts zu spüren, denn die Musik von DDMG erinnert eher an eine Mischung aus Ambient, Sondtrack eines Road-Movies gepaart mit der Grundstimmung von Alben eines Herrn Roger Waters. Auch ein paar Anleihen an ältere Porcopine Tree möchte ich manchmal erkennen, vor allem wenn es um Parts mit opulentem Keyboard-Teppich und gefühlvollem Gitarren-Solo geht. Richtig typisch ist hier der zweite Song des Albums ‘Mother’. Da ist alles vertreten, was ich oben beschrieben habe. Knapp 8 Minuten ohne eine Sekunde Langeweile. Eigentlich eine geniale Mischung. Oder auch die folgenden Songs ‘Loneliest Of Creatures’, ‘Prison Walls’ oder ‘Home’. Alle in die Richtung bessere Steven Wilson / Porcupine Tree, Opeth ohne Growls. Den Höhepunkt erreicht das Album dann mit ‘Uncertainly’, das das Ganze dann in 14 Minuten ausufern lässt bis zur Extase am Schluss. Auf 70er Hippie-Parties wäre das bestimmt mit diversen Drogen zum Renner geworden. Das folgende Titelstück ‘Departures’ bringt dann ein bißchen Abwechslung mit Duduk und weiblichem Hintergrundgesang, ein richtig spannender Song. Danach dann nochmal ein ‘klassisches’ Stück der Band (‘Familiar Face’) sowie einem richtig ruhigen Abschluss (‘To Have And To Hold’).
Es ist etwas schwierig, mit ‘Departures’ warm zu werden, da man hierfür viel Konzentration und Ruhe braucht, damit sich die Musik erschließt. Zum nur nebenher hören ist das Album sicher nicht geeignet. Trotzdem möchte ich Euch die Band echt ans Herz legen. Wer mit Steven Wilson / Porcupine Tree / Opeth ‘light’ was anfangen kann, sollte auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Interessant ist das Album allemal. Mehr Infos gibt es auf der Band-Homepage.

Echo Us - To Wake A Dream In Moving Water (VÖ:29.11.2017)
Bereits das 5. Werk von ‘Echo Us’ ist ‘To Wake A Dream In Moving Water’ und wer meine 4 vorangegangenen Reviews über dieses Projekt von Ex-Greyhaven Musiker Ethan Matthews gelesen hat weiß, dass die Scheiben im Laufe der Jahre immer stärker geworden sind. Und da macht auch das neueste Werk keine Ausnahme. Gleich der Opener ‘Awakening Current’ klingt sowas von genial nach Mike Oldfield in seiner besten Zeit. Tolle Melodielinie von der Gitarre, schöner Keyboard-Teppich im Hintergrund und eine richtige Happy-Feeling-Nummer. Wenn man nicht wüsste dass das Echo Us ist ... man würde unweigerlich auf Herrn Oldfield tippen. Richtig gut gemacht. Auch das folgende Aeriel (Satre Dance) geht grob in die gleiche Richtung, ist aber etwas eigenständiger instrumentiert. Richtig folkig geht es dann mit ‘Begin To Remember VR 1’ weiter, nun auch mit Gesang. Und auch VR2 dieses Songs hat eigentlich einen folkigen Grund-Rhythmus, ist jetzt aber wieder etwas elektronischer. Ziemlich spannende Mischung auf jeden Fall. ‘May Morning Dew’ ist dann eher wieder was für die Oldfield-Freunde. Keyboard-Teppich meets geile Gitarre.
Was dann folgt ist kaum mit Worten zu beschreiben. ‘From The Highlands’, 15 1/2 Minuten lang, beginnt (mal wieder) mit Keyboard und Gitarre, wechselt nach 5 Minuten aber eher in Richtung ‘Enya’ (weiß nicht ob ihr die Dame noch kennt), wird danach wieder ruhig und atmosphärisch, und endet mal wieder in Oldfield-Manier. Richtig cooler Song. Es folgt das nicht minder atmosphärische ‘Doina’ und danach gibt es noch das 15-minütige Titelstück. Wieder typisch Echo Us und am Schluss eine richtig fette Rock-Gitarre.
Fazit: Wer nur im Weitesten mit Mike Oldfield, Vangelis, New-Age, Folk etwas anfangen kann, sollte sich ‘To Wake A Dream In Moving Water unbedingt besorgen. Mehr Infos gibt es auf der Homepage.

Evanescence - Synthesis (VÖ:10.11.2017)
Mit der amerikanischen (wie heißt es so schön) Female Fronted Metal Band ‘Evanescence’ um die Sängerin Amy Lee wurde ich bis jetzt noch nie so richtig warm. Irgendwie war mir die Musik (bis auf ein paar wenige Songs wie z.B. ‘My Heart Is Broken’, ‘Bring Me To Life’ oder das allseits bekannte ‘My Immortal’) einfach zu belanglos oder auch austauschbar. Nun haben ‘Evanescence’ zusammen mit einem Orchester ihre grössten Hits nochmal aufgenommen, alle in einer eher ‘ruhigen’, getragenen, ja fast pathetischen Version. Insgesamt finde ich diese Varianten richtig gelungen, aber auf Dauer irgendwie ähnlich um nicht zu sagen langweilig. Und auch bei diesen Versionen stechen die o.g. Songs etwas heraus. Vor allem ‘My Heart Is Broken’ gewinnt gegenüber dem Original um Längen, da der Gesang von Amy Lee dermaßen gefühlvoll und dramatisch ist, dass man Gänsehaut bekommt. Und so geht es mir auch noch bei ein paar anderen Songs. Und mit ‘Imperfection’ gibt es am Schluss dann sogar noch einen neuen Song ... aber ebenfalls im Orchester-Gewand. Die CD kann man haben, muss man aber nicht.

Frequency Drift - Letters To Maro (VÖ:13.04.2018)
Die Band aus Bayreuth überrascht mich mit jeder Veröffentlichung aufs Neue, aber auf eines kann man sich auf jeden Fall verlassen. Neue CD, neue Sängerin. Wurde der letzte Output ‘Last’ aus dem Jahr 2016 noch mit Melanie Mau eingesungen, gibt es jetzt mit Irina Alexa einen Neuzugang am Mikrophon und auch mal wieder einen kleinen Stilwechsel. War ‘Last’ noch für Band-Verhältnisse sehr gitarrenlastig, ist ‘Letters To Maro’ eher das Gegenteil. Mit ‘Cinematic Prog’ kann man die Musik von ‘Frequency Drift’ eindeutig noch immer bezeichnen, so vielschichtig wie auch der neue Output ist. Überraschend ist eher, dass nun mehr Keyboard, Elektro-Harfe, Mandoline und auch Mellotron im Vordergrund stehen. Außerdem sind die Melodie-Linien viel eingängiger (und auch ruhiger) als auf den Vorgänger-CDs. Was die Musik sicher nicht schlechter macht. Allerdings muss man sich an diese Neuausrichtung, wenn man die Band kennt, doch erst ein bißchen gewöhnen. Hierzu braucht es einige Durchläufe (was ‘Letters To Maro’ eher spannend macht). Gänsehaut gibt es bei mir voll allem bei den Parts mit mehrstimmigem Gesang (wie z.B. bei ‘Electricity’), Progger werden ihre Freude an Songs wie ‘Neon’ haben, wo Bombast auf Gefühl, Flöte auf Piano trifft und es eine unglaubliche Steigerung innerhalb des Tracks gibt. Es sind aber auch Stücke enthalten, die mich (wie schon auf der Vorgänger-CD) ein bißchen an Poor Genetic Material erinnern (‘Deprivation’), auch wenn die passende Gitarre dazu fehlt. Am Interessantesten ist auf jeden Fall das über 9 Minuten lange ‘Who’s Master’, auch hier mit einer unglaublichen Steigerung während des Songs. Und richtig cineastisch (mit entsprechendem Kopfkino) wird es dann beim instrumentalen Abschluss-Track ‘Ghosts When It Rains’. Ziemlich genial.
Wer auf ruhigen, interessanten Prog steht, sollte ‘Letters To Maro’ auf jeden Fall haben. Hier gibt es auch nach dem 5. Hördurchgang noch etwas zu entdecken und die Scheibe wird zu keiner Sekunde langweilig. Und mal sehen wer auf der nächsten CD singen wird.
Veröffentlicht wurde die CD wieder auf dem RPWL-Stamm-Label ‘Gentle Art Of Music’, mehr Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage, diverse Videos findet man auf YouTube. Einfach mal ein bißchen suchen.

Hackett, Steve - Wuthering Nights: Live In Birmingham (VÖ:26.01.2018)
Steve Hackett ... was soll man viel zu ihm schreiben. Fleißig auf Tour, ab und zu eine Solo-Scheibe mit 2 oder 3 genialen Songs. Und viel altes Genesis-Material im Gepäck. So überrascht es nicht, dass auch auf der Live-Doppel-CD aus Birmingham genau dieses passiert. Zuerst ein paar Solo-Sachen zum warm werden (mit diversen Gitarren-Parts mit Gänsehaut-Effekt), gesungen von Herrn Hackett himself (Every Day, El Nino, The Steppes, Behind The Smoke und wie sie alle heißen) und dann ein Best Of Genesis aus der Hackett-Aera, dann mit Nad Sylvan am Mikrofon, der mir teilweise echt zu affektiert rüber kommt. Aber ist Geschmacksache. Auf jeden Fall gibt es so Perlen wie Blood On The Rooftops, In That Quiet Earth, Afterglow, Dance On A Volcano, Firth Of Fifth, The Musical Box, Eleventh Earl Of Mar und der üblche Abschluss Los Endos. Alles perfekt und fast in Studio-Qualität gespielt. Er ist halt ein Profi. Und seine Mitmusiker (Roger King, Keyboards - Gary O’Toole, Drums - Rob Townsend, alles mögliche und Nick Beggs, Bass) sind ja auch in den einschlägigen Kreisen als Top-Instrumentalisten bekannt. Das Paket kommt als 2-CD, 2-DVD für einen Schnäppchenpreis von unter 20 Euro in den Handel und ich finde dafür bekommt man echt ordentlich was für sein Geld. Für Hackett-Fans unverzichtlich.

Innerspace - Rise (VÖ:29.09.2017)
Die kanadische Band ‘Innerspace’ kenne ich vor allem von ihrem grandiosen Werk ‘The Village’, das in keinem CD-Regal fehlen darf. Pures Pink Floyd-Feeling, was speziell durch das gefühlvolle Gitarrenspiel von Simon Arsenault und dem charakteristischen Gesang von Phil Burton aufgekommen ist. Dazu Melodien zum dahinschmelzen.
Lange mussten wir jetzt auf einen Nachfolger warten, der jetzt mit ‘Rise’, finanziert über eine Crowd-Funding-Kampagne, endlich das Licht der Welt erblickt hat. Und wer jetzt denkt, dass die neue Scheibe nahtlos an ‘The Village’ anknüpft, wird im ersten Moment überrascht sein. Denn ‘Rise’ ist lange nicht so homogen und ruhig sondern eher abwechslungsreich und mit etwas mehr Härte ausgestattet.
Los geht es mit dem Opener ‘Dawn’ ... Windgeräusche, Sirenen, Hundegebell, Glockengeläut, Schritte, lateinischem Choral (der sich im Laufe der CD immer mal wieder einstreut). Dann 10 1/2 Minuten ‘Tree Of Life’, ein geniales Werk, das noch am ehesten an die Stimmung von ‘The Village’ heran kommt. Fast ein bißchen akustische Filmmusik, nach 5 Minuten Bombast mit synthetischen Streichern, nach knapp 8 Minuten das erste Gitarrensolo, und zum Schluss hartes Gitarrenriff mit dem lateinischen Choral vom Opener gefolgt von einem weiteren Gitarrensolo. Genial. Dann mit ‘The Other Side’ eine gefühlvolle Ballade, mit Gänsehaut-Gesang von Phil Burton. Auch das erinnert stimmungsmäßig an ‘The Village’. Das folgende ‘In Motion’, knapp 8 Minuten lang, kommt ziemlich an Pink Floyd - Atmosphäre ran, ausufernd instrumental mit tollen Gitarren-Parts. Auch hier ein Gesang, der unweigerlich an Pink Floyd erinnert (irgendwie eine geniale Mischung aus Gilmour und Waters). Auf jeden Fall noch ein Highlight. Äußerst flott dann ‘Fill The Void’, das in eine ganz andere Richtung geht. Fast ein Rocker mit einer Gesangslinie, die im Kopf hängen bleibt. Dann ein richtig gefühlvolles Instrumentalstück ‘Sunset’ ... einfach herzzerreissend. Das Innerspace auch Midtempo-Rock können, beweisen sie mit ‘Under The Spotlight’, das man als Video auch bei YouTube finden kann. Super gemacht. Zum Abschluss dann das 5-teilige ‘Dystopian Delirium’, beginnend wieder mit dem Latein-Choral vom Anfang, Part 2 ein Prog-Rockiges Teil (Shadow Of Freedom), das wegen den Keyboards im Hintergrund ein bißchen an Spock’s Beard erinnert, Part 3 (Forsaken Dreams ... fast 12 Minuten) mit Bombast, Breaks, Keyboard-Teppich, Gitarrensolo usw. Also alles was das Progger-Herz höher schlagen lässt. Danach Part 4 (Stronger Than Death), 6 1/2 Minuten neuere Pink Floyd gepaart mit dem mehrstimmigen Chor von Dark Side Of The Moon. Und wie sollte es anders sein ... Part 5 mit Namen ‘Dusk’ zum Abschluss. Noch ein Istrumental-Stück mit viel Streicher-Einsatz und ... nochmal der lateinische Choral.
Fazit: Auch wenn sich ‘Rise’ vom Vorgänger ‘The Village’ doch ein bißchen unterscheidet, möchte ich dieses Werk trotzdem ganz oben auf meine Lieblings-Liste setzen. Genial gemachter Prog, der in keinem CD-Regal fehlen darf. Mehr Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage. Bestellen kann man die CD unter anderem bei Just For Kicks. Pflichtkauf.

Kamelot - The Shadow Theory (VÖ:06.04.2018)
Es gibt Bands, die fand ich mal richtig gut aber werden mit der Zeit einfach langweilig (wenn auch auf hohem Niveau), weil es einfach immer das Gleiche ist. Und genau so geht es mir in den letzten Jahren bei Kamelot. Jede CD klingt irgendwie identisch, keine Weiterentwicklung, die selben Akkorde, die selben Melodie-Linien, die selben Song-Wendungen. Wenn Vorhersehbar beschrieben werden sollte, dann trifft es auf Kamelot einfach zu. Interessant ist eigentlich nur immer noch, welche Gast-Auftritte es gibt. Waren es auf dem letzten Output (Haven) noch so Sanges-Größen wie Alissa White-Gluz (Arch Enemy) und Charlotte Wessels (Delain), musste es dieses Mal wohl eine Low-Budget-Produktion werden, was den Bekanntheitsgrad der Sängerinnen angeht. So darf eine gewisse Lauren Hart (von der Melodic Death Metal Band ‘Once Human’) auf 2 Songs mitmachen und Jennifer Haben (von der Symphonic Metal Casting Band ‘Beyond The Black’ ... das ist die, die ihre komplette Band rausgeschmissen hat, weil die Musiker etwas mitreden wollten und sich kurz mal ein paar neue Jungs eingekauft hat) darf auf einem Song ein bisschen mitsingen. Alles also etwas sparsam.
Ein paar Tracks sind, auch wenn sie wie gesagt ähnlich zu vielen anderen Songs der Band sind, trotz allem ganz gut geworden. ‘Phantom Divine’ als Opener (nach dem Intro), ‘Burns To Embrace’, ‘In Twilight Hours’ (mit der genannten Jennifer Haben) als obligatorische Ballade und vielleicht noch ‘The Proud And The Broken’. Das war’s dann aber auch schon. Kamelot-Fans können natürlich bedenkenlos zurgreifen.

Katsionis, Bob - Prognosis & Synopsis (VÖ: 17.02.2018)
Bob Katsionis ist dem ambitionierten Musikliebhaber sicher schon einmal über den Weg gelaufen. Sei es bei Firewind oder Serious Black, sei es als Co-Writer auf den letzten 3 Kamelot Alben oder auch auf Epicas Werk ‘The Quantum Enigma’. Die Arbeit bei Bands mit so unterschiedlichem musikalischen Background zeigt schon die ganze Bandbreite, auf der sich Bob Katsionis bewegt. Und sein jetzt bereits 5. Solo-Album ‘Prognosis & Synopsis’ zeigt diese Bandbreite ebenfalls. Es gibt ja viele Solo-Alben von Gitarristen / Keyboardern, die sich musikalisch dann so ausleben, dass man schreiend davon rennt. Nicht so bei Bob Katsionis. Wie der Album-Titel schon sagt, ist hier eine Zusammenfassung (Synopsis) sowie eine Vorschau (Prognosis) auf das Schaffen des wirklich genialen Musikers verewigt. Außer Drums (die von Vangelis Moaritis übernommen wurden) hat Bob Katsionis alle restlichen Instrumente selbst eingespielt. Und es sind ein paar richtig coole Stücke heraus gekommen. Vor allem möchte ich ‘Tomorrow Starts Today’ herausheben, das mich wirklich vom Hocker haut. Geile Melodie, fette Gitarren-Riffs, tolles Gitarren-Solo (wobei das untertrieben ist, da die gesamte Scheibe instrumental ist und somit die Gitarre sozusagen die Vocals übernimmt), schöne Keyboard-Läufe. Wenn es Instrumental-Stücke nicht so schwer hätten, wäre das ein Nr. 1 Hit in den Single-Hitparaden. Es geht aber auch symphonischer, opulenter zur Sache. ‘Dark Matter’ könnte fast ein Song von Vangelis sein. Oder ‘Aegean Sunset’ ... lleine schon der Name klingt nach Urlaub und der Song wechselt zwischen Keyboard-Größen wie Vangelis oder Jean Michel Jarre und Gitarrengott. Aber auch Cinematisches, das ja immer mehr in Mode kommt, ist auf dem Album mit ‘The Messenger’ oder auch ‘Amnesia’ vertreten. Richtig geil finde dann noch den Abschluss-Song ‘Synopsis’, auch hier wieder ein Feuerwerk an Melodie, Bombast, Keyboard-Läufen und fetten Gitarren.
Ich habe ja schon viele Solo-CDs von genialen Musikern gehört, die mich schwer enttäuscht haben. Zu dieser Kategorie gehört ‘Prognosis & Synopsis’ aber eindeutig nicht. Selten so ein kurzweiliges, interessantes und abwechslungsreiches Album gehört. Ein absolutes Highlight im Instrumental-Bereich. Muss man haben und kann digital auf der Bandcamp-Seite von Bob Katsionis erworben werden.

Kobra And The Lotus - Prevail II (VÖ:27.04.2018)
Die kanadische Band ‘Kobra And The Lotus’ um die sympathische Sängerin Kobra Paige habe ich Ende 2016 im Vorprogramm von Evergrey und Delain entdeckt. Leider hat die Band nur eine halbe Stunde gespielt und der Sound war nicht gerade berauschend. Trotzdem fand ich, dass ‘Kobra And The Lotus’ richtig Stimmung gemacht haben und ihr straighter Rock / Metal machte auf jeden Fall Lust auf mehr. ‘Prevail’ wurde eigentlich als Doppel-CD konzipiert, dann aber doch einzeln auf den Markt geworfen. Prevail I Anfang letztes Jahr und nun eben Pevail II. Die erste Scheibe ging irgendwie an mir vorbei, deshalb kann ich dazu nichts sagen. Im Netz habe ich aber gelesen, dass beide Scheiben wohl ähnlich sind.
Soundtechnisch ist ‘Prevail II’ auf jeden Fall im oberen Bereich der Skala anzusiedeln. Die Songs sind durchweg sehr moderner Metal und kommen ohne viel Schnickschnack schnell auf den Punkt. Und alles überragend ist natürlich die Stimme von Kobra Paige, die im Rock / Metal-Bereich ebenfalls ganz weit oben ist. Selten so eine gute weibliche Stimme in diesem Genre gehört. Jeder Ton passt ohne einmal ins Geschrei abzudriften. Richtig coole Scheibe mit fetten Gitarren-Riffs, ordentlicher Geschwindigkeit aber auch ein paar Gänsehaut-Momenten. Highlights der CD sind auf jeden Fall der Opener ‘Losing My Humanity’, das eher im Mid-Tempo angesiedelte ‘Let Me Love You’ (mit einem genialen Refrain), ‘Heartache’ (nein, mitnichten eine Ballade sondern ein cooler Melodic-Metal-Track), ‘Modern Day Hero’ (richtiger Ohrwurm), das 6-minütige ‘White Water’ (sehr abwechslungsreich) sowie das Fleetwood Mac - Cover ‘The Chain’ in einer sehr eigenwilligen Version. Zum Abschluss gibt es dann noch als Bonus-Track ‘Let Me Love You’ in einer akustischen Version (mit Gänsehaut-Garantie). Unbedingt antesten!

Magnum - Lost On The Road To Eternity (VÖ:19.01.2018)
Bei Magnum kann man eigentlich nie was falsch machen. Nach einem kurzen Durchhänger vor ein paar Jahren mit ein oder zwei schwächeren Veröffentlichungen beglücken uns die Jungs um Sänger Bob Catley und Gitarrist / Songschreiber Tony Clarkin seit längerem wieder mit toller Musik. Und auch ‘Lost On The Road To Eternity’ ist rundum gelungen. Rockige Ohrwürmer en masse wie z.B. ‘Peaches And Cream’, ‘Show Me Your Hands’, das über 8 Minuten lange ‘Welcome To The Cosmic Cabaret’ (das tatsächlich ein bißchen an die alten Zeiten von der Storyteller’s Night erinnert), das Titelstück (mit Tobias Sammet als Gast-Sänger), und und und. Zum Abschluss dann noch das eher getragene ‘King Of The World’. Einfach richtig gut. Über den Gesang von Bob Catley braucht man wohl auch keine Worte verlieren. Der könnte Alle meine Entchen oder Atemlos singen und es wäre Magnum. Mal wieder ein Pflichtkauf für alle Fans.

Melted Space - Darkening Light (VÖ: 23.03.2018)
Pierre Le Pape, Keyboarder und Kopf hinter dem Projekt ‘Melted Space’ ist bekannt für seine Metal-Opern. Ich habe die Band mal live im Vorprogramm von Symphony X in Ludwigsburg gesehen und war mehr als begeistert. Und nicht nur weil meine Lieblings-Sängerin Clémentine Delauney (Visions Of Atlantis, Exit Eden, Ex-Serenity) mit dabei war. Den Vorgänger ‘The Great Lie’ fand ich in großen Teilen richtig gut, nachdem man die ersten paar Songs überstanden hatte. Nun gibt es neues Werk namens ‘Darkening Light’, und das ist für mich eine klare Steigerung. Auf die Geschichte dieser Oper möchte ich nicht eingehen (weil ich sie mir noch nicht genau zu Gemüte geführt habe), aber musikalisch überzeugt diese Scheibe von vorne bis hinten, wenn man auf Metal-Opern steht. Es sind mal wieder Berge von Gast-Sängerinnen und Sänger vertreten. Die meisten von ihnen sind mir relativ unbekannt, ein paar große Namen sind aber auch vertreten. Nennen möchte ich neben der brillanten Clémentine Delauney (als Harmony) noch Ailyn Gimenez Garcia (als Earth, bekannt vor allem von Sirenia und diversen Gast-Auftritten) und Jeff Scott Soto (als Man, bekannt von Talisman und Journey). Mikael Stanne (als Lie, früher mal bei Hammerfall, In Flames und Dark Tranquillity und für die bösen Parts gebucht) dürfte auch noch bekannt sein. Sakis Tolis (als Time, von Rotten Christ und auf dem Album auch eher für die bösen Parts verantwortlich) vielleicht auch noch.
Waren beim Vorgänger noch einige Growls zu hören, hält sich das hier sehr im Hintergrund bzw. ist so gut wie nicht vorhanden. Ein paar ‘bösere’ Stimmen sind aber natürlich schon da ... passt wohl zur Geschichte. Im Vordergrund stehen hier eher Melodien, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen sowie geniale Duette, die stimmlich einfach zusammenpassen. Natürlich muss man sich auf das Genre grundsätzlich einlassen können, sonst wird es irgendwann langweilig. Aber wer mit Metal-Opern (von Ayreon bis Avantasia) was anfangen kann, macht auch mit ‘Darkening Light’ überhaupt nichts falsch. Unnötig zu erwähnen, dass vor allem die Gesangs-Parts von Clémentine Delauney und Jeff Scott Soto alles überragen. Aber bei Clémi bin ich auch ein bisschen voreingenommen. Unbedingt reinhören.

Orphaned Land - Unsung Prophets & Dead Messiahs (VÖ: 09.02.2018)
’Orphaned Land’, die israelische Vorzeige-Metal-Band mit der Mission, politische Missstände aufzuzeigen und das böse in der Welt anzuprangern, haben mich mit ihrem Vorgänger-Werk ‘All Is One’ mehr als begeistert. Live eine absolute Augen- und Ohrenweide mit einer gewissen Prise Humor gespickt, und musikalisch dem orientalisch angehauchten Metal verschrieben (ähnlich den Tunesiern ‘Myrath’), und das dann noch ausgestattet mit dem Ausnahme-Sänger Kobi Farhi, der es brillant schafft, seine politischen Botschaften unter die Menge zu bringen.
Die Welt scheint seit ‘All Is One’ noch ein bißchen schlechter geworden sein, denn ‘Unsung Prohets ...’ ist ein Tacken härter ausgefallen was sich auch an den (selten) eingestreuten Growls bemerkbar macht. Trotzdem sind ‘Orphaned Land’ weiterhin eine hoch melodische Band geblieben, die ein Händchen für eingängige Melodien, gepaart mit orientalischen Parts und fetter Gitarrenarbeit hat.
Alleine der Opener ‘The Cave’, mit über 8 Minuten das zweitlängste Stück auf dem Album zeigt schon die ganze Bandbreite der Band. Einfach nur genial. Ein weiteres Highlight ist ‘Chains Fall To Gravity’, das mit Unterstützung von Steve Hackett (geniales Solo) auf schlappe 9 1/2 Minuten kommt und fast als Prog-Song durchgehen könnte. Und gerade bei diesem Song liefert Kobi Farhi sein Meisterstück ab. Selten so einen gefühlvollen Gesang gehört. Gänsehaut ist garantiert. Der nächste Song ‘Like Orpheus’ wird unterstützt von Hansi Kürsch (Blind Guardian) ... hierfür auch einfach nur ein Wow. Geiler geht’s kaum. Vor allem weil Hansi Kürsch sowas von zu der Band passt. Hammer. Neben allen anderen Songs (es gibt einfach kein Ausfall oder Lückenfüller) möchte ich noch ‘Only The Dead Have Seen The End Of War’ (Platon) besonders erwähnen. Hier hat Tomas Lindberg (At The Gates) einen Gast-Auftritt. Böse böse .. aber dem Song-Text angemessen.
‘Unsung Prophets ...’ muss man einfach haben. Eines der Highlights des noch jungen Jahres 2018.

Phi - Cycles (VÖ:29.03.2018)
Es ist echt immer wieder erstaunlich, was für gute Bands beim RPWL-Label Gentle Art Of Music unter Vertrag gebracht werden. Ein richtiges Highlight, wenn man auf ausufernden Prog-Metal steht, ist auf jeden Fall die Wiener Band ‘Phi’ um den Band-Leader, Gitarristen und Sänger Markus Bratusa. ‘Cycles’ ist nach dem Live-Album ‘Waves Over Vienna’ und dem letzten Studio-Output ‘Now The Waves Of Sound Remain’ aus dem Jahr 2014 die bereits dritte Veröffentlichung unter GAOM und die insgesamt siebte CD in 10 Jahren Band-Geschichte.
Warum die Band an mir bis jetzt komplett vorbei gegangen ist, kann ich eigentlich gar nicht sagen. Schade ist es auf jeden Fall. 6 Songs, alle zwischen knapp 7 und 9 Minuten müssten das Progger-Herz eigentlich höher schlagen lassen. Und genau so kommt es auch. Prog-Metal steht eindeutig im Vordergrund, wobei auch Anleihen an Art-Rock sowie Alternative Rock mit einem Hang zu fettem Metal zu erkennen sind. Selbst die Nähe zu den Ober-Meistern des Genres (Dream Theater) sind nicht zu verheimlichen, wenn man sich z.B. den Song ‘In The Name Of Freedom’ anhört. Zum Glück nicht mit ausufernden Frickel-Orgien, dafür mit einem eindeutig besseren Sänger und einem Part, der mich ein bisschen auch an Fates Warning aus der ‘Disconnected’ Zeit erinnert. Und dann noch das Gitarren-Solo am Ende des Tracks. Unglaublich cooler Song, der für mich das Highlight der CD darstellt. Alleine hierfür lohnt sich der Kauf. Weiteres Highlight für mich der Schluss-Track ‘Blackened Rivers’ mit einer unglaublichen Steigerung innerhalb des Songs.
Freunde des Prog-Metal sollten sich ‘Cycles’ unbedingt zulegen. Gehört für mich in das oberste Viertel der Genre-Skala. Mehr Infos gibt es auf der Band-Homepage.

Pinski - Sound The Alarm (VÖ:29.04.2018)
Wer mich und meine Homepage kennt weiß, dass ich unter Anderem von dem Freisinger Label Gentle Art Of Music begeistert bin, das neben sich selbst sozusagen (RPWL, Blind Ego ...) auch andere geniale Prog-Bands (Dante, Subsignal, Phi ...) sowie etwas außergewöhnliche Sachen (Schizofrantik, Panzerballett) unter Vertrag haben. Daher verfolge ich das Label sehr intensiv und bin immer wieder erfreut, wenn neue Acts unter die Fittiche genommen werden. ‘Pinski’ ist einer davon. Alleine vom Cover des Erstlingswerks ‘Sound The Alarm’ könnte man zuerst befürchten, jetzt driften sie in die Rubrik Singer / Songwriter oder noch schlimmer Betroffenheits-Schlager ab. Nettes Mädel mit Akustik-Gitarre. Aber (zum Glück) weit gefehlt, denn Insa Reichwein aka. Pinski liefert mit ihren Mitstreitern Ian Alexander Griffiths (E-Gitarre, Backing Vocals), Christopher Streidt (Bass, Backing Vocals) und Stephan Schöpe (Drums) ein richtig straightes und dreckiges Rock-Album ab, das, vor allem wegen der Stimmfarbe von Insa Reichwein ein bisschen an ‘Skunk Anansie’ erinnert. Neben richtigen Rock-Granaten wie den Opener ‘Ugly Side’, das folgende Titelstück, ‘Fire’ oder auch ‘III’ (das tatsächlich richtig an Skunk Anansie heran kommt) gibt es aber auch etwas poppigere Sachen (‘Butterflies’), eine Power-Ballade (‘Stay Alive’), ein über 7 1/2 minütiges Stück das fast schon in Richtung Prog geht (‘Red Sun’) sowie einen Song, der von der Struktur her auf eine geniale Scheibe von ‘Porcupine Tree’ gepasst hätte (‘Society’). Am Ende gibt es dann noch ein (fast) akustisches Stück (‘Light Calling’), das einen richtig schönen Abschluss bildet.
Auch wenn ‘Pinski’ vielleicht nicht so recht in das Portfolio von Gentle Art Of Music passen, finde ich die vorliegende CD richtig gut. Prog-Freunde werden vielleicht nur bei 2 Titeln auf ihre Kosten kommen (‘Red Sun’, ‘Society’), die ich auch unbedingt als Anspieltipps nennen möchte, der Rest überzeugt aber durch hervorragende Rock-Musik mit nur ganz wenig Easy Listening. Unbedingt reinhören. Mehr Infos über die Band gibt es auf ihrer Homepage.

Powerized - The Mirror’s Eye (VÖ: 15.03.2018)
’Powerized’ stammen aus Holland und ihre Musik beschreiben sie selbst als Symphonischer Prog-Metal. Neben einer Demo-Produktion und einer veröffentlichten Single (‘Where Worlds Meet The Eye’) sowie 2 Europa-Touren im Vorprogramm von Helloween und Death Dealer / Flotsam And Jetsam war die Band bisher eher unbekannt. Das sollte sich jetzt aber mit ‘The Mirror’s Eye’ ändern. Geprägt wird die Musik von der Stimme von Nick Hollermann (Ex Visious Rumors), der mich ziemlich brutal an Tobias Sammet (Edguy / Avantasia) oder auch Timo Kotipelto (Stratovarius) erinnert. Und das liegt nicht nur an der Stimmfarbe sondern auch an der Musik selbst. ‘Where Worlds Meet The Eye’, auch auf diesem Album vertreten, klingt sowas von nach Stratovarius. Double Bass Drum, ziemliche Geschwindigkeit, hoher Gesang. Man könnte hier die Band echt verwechseln. Auch das folgende ‘For The Fallen’ geht ziemlich in diese Richtung, wobei hier auch noch der eingängige, eher getragene Refrain im Ohr stecken bleibt. 10 1/2 Minuten ohne eine Sekunde Langeweile und mit interessanten Tempo-Wechseln. Ein paar fette Gitarren-Parts dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ein passendes Video gibt es auf YouTube. Und es geht gerade so weiter. ‘King Alas!’, ebenfalls mit ein paar genialen Breaks ausgestattet und zwischendurch orchestral mit Keyboard-Teppich. ‘Powerized’ können aber auch ruhiger, bombastischer. Wie zum Beispiel bei ‘Forever Coming’, einer tollen Halb-Ballade mit viel Schmalz. Die beiden Herz-Stücke des Albums sind auf jeden Fall ‘Behind The Gates’ (11 1/2 Minuten) und ‘God Of This World’ (über 12 Minuten), bei denen gebangt, geschmachtet und genossen werden kann. Gerade bei diesen 2 Songs, die etwas weg von den oben genannten 2 Bands sind, zeigen ‘Powerized’ eine gewisse Eigenständigkeit, die ihnen gut zu Gesicht steht.
Symphonischer Prog-Metal finde ich jetzt insgesamt etwas daneben gegriffen, denn dafür fehlt sowohl das Symphonisch ein bißchen als auch das Prog im Metal. Aber vor den Genre-Größen Edguy und Stratovarius, die sich musikalisch am ehesten vergleichen lassen, müssen sich ‘Powerized’ nicht verstecken.

Secret Rule - The Key To The World (VÖ: 09.11.2017)
Die italienische Symphonic Metal Band ‘Secret Rule’ habe ich im Rahmen der Symphonic Metal Nights im Februar 2018 in Wörgl live gesehen. Und da mich die Musik doch ziemlich angesprochen hat, musste ich mir natürlich den neuesten Output ‘The Key To The World’ am Merch kaufen. Leider durfte die Band als Opener nur eine halbe Stunde spielen. Aber das hat auf jeden Fall gereicht, mich zu überzeugen. Der Begriff ‘Symphonic Metal’ trifft bei ‘Secret Rule’ (im Gegensatz zu den anderen Bands, die dann noch aufgetreten sind, nämlich Sleeping Romance, Visions Of Atlantis und Serenity) wohl am wenigsten zu. Knackiger Rock mit ein bißchen Keyboard trifft es da schon eher. Nach dem kurzen Opener (‘The Key’) folgt schon der für mich beste Song des Albums ‘The Song Of The Universe’, eingängiger Refrain, tolle Melodie, fette Gitarrenarbeit, super Rhythmus-Fraktion. Und das noch gepaart mit der nötigen Härte. Der Song geht einem auf jeden Fall nicht mehr aus dem Kopf. Und auch Sängerin Angela Di Vincenzo macht einen richtig guten Job. Auch das folgende ‘Empty World’ hat Ohrwurm-Charakter. Mit ‘Twin Flames’ (unterstützt von Henning Basse - Metalium, Sons Of Seasons und Firewind), ‘A Reverie’, ‘My Realm’, ‘Lost Child’, ‘Imaginary World’ (hier mit Ailyn Gimenez Garcia - Sirenia) und der Ballade ‘No More’ gibt es weitere Song-Perlen, die den Kauf des Albums rechtfertigen. Aber auch die restlichen der insgesamt 13 Songs sind wirklich nicht schlecht. Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass Fabio D’Amore (Bassist von Serenity) bei 3 Songs im Background gesungen hat. Coole Scheibe.

Sleeping Romance - Alba (VÖ: 03.11.2017)
Im Rahmen der Symphonic Metal Nights im Februar 2018 habe ich die italienische Band ‘Sleeping Romance’ insgesamt zwei mal live gesehen. Zum Opening der Tour in Wörgl und zwei Wochen später dann fast am Ende der Tour in München. Alleine der richtig geniale Auftritt in Wörgl hat mich dazu bewogen, die aktuelle CD ‘Alba’ am Merch zu kaufen. Begeistert an ‘Sleeping Romance’ hat mich neben der Sängerin Federica Lanna, die sowohl optisch als auch stimmlich glänzt, vor allem das perfekte Zusammenspiel der restlichen Bandmitglieder und der Spaß, den die Band an ihrer Arbeit rüber gebracht haben.
Musikalisch machen ‘Sleeping Romance’ lupenreinen Symphonic Metal. Also fetter orchestraler Hintergrund, geile Gitarren-Riffs, eingängige Melodien, Refrains zum mitsingen. Und alles auf einem Top Niveau. Wobei sich die Live-Versionen der Songs etwas härter und erdiger anhören als die perfekt hingebügelte Studio-Versionen. Aber das macht nix. ‘Alba’ ist von vorne bis hinten eine richtig geniale Scheibe geworden ohne irgend einen Ausfall oder Lückenfüller. Highlights für mich auf jeden Fall ‘Where The Light Is Bleeding’, ‘Lost In My Eyes’, ‘Forgiveness’, die Herz-Schmerz-Ballade ‘Across The Sea’ sowie das Titelstück ‘Alba’.
Wer auf Symphonic Metal steht, kommt an ‘Sleeping Romance’ nicht vorbei. Eine tolle Neuentdeckung und ich hoffe die Band kommt mal als Headliner zu mir in die Gegend, denn die halbe Stunde in Wörgl und München war auf jeden Fall zu wenig.

Sons Of Apollo - Psychotic Symphony (VÖ:20.10.2017)
Supergruppe ... wie oft wurde dieser Titel schon vergeben und man wurde dann trotz genialer Musiker enttäuscht. Auch ‘Sons Of Apollo’ haben erst mal diesen ‘Makel’. Der unverwüstliche Mike Portnoy (Ex-Dream Theater, The Winery Dogs, Transatlantic und und und), Derek Sherinian (Black Country Communion, Ex-Dream Theater), Ron ‘Bumblefood’ Thal (Ex-Guns N’ Roses), Billy Sheehan (The Winery Dogs, Mr. Big) und Jeff Scott Soto (TSO, Ex-Journey), so lautet die Besetzung von ‘Sons Of Apollo’ und verspricht eigentlich viel ... leider hält sie meiner Meinung nach sehr sehr wenig. Natürlich sind das alles richtig gute Musiker die in ihren (Ex-) Stammbands schon gezeigt haben, zu was sie alles fähig sind. Aber wenn die Songs so dermaßen uninspiriert, zusammengestückelt und nichtssagend komponiert werden, dann helfen auch gute Musiker nichts. Es ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Ein bißchen klingt es ab und zu nach Dream Theater (klar ... Portnoy ist Portnoy und sein Schlagzeugspiel prägt halt), man versucht trotz aller Frickelei auch mal einen recht melodischen Refrain einzustreuen. Aber das war’s dann auch. Am besten gefällt mir noch der Opener ‘God Of The Sun’, etwas orientalisch angehaucht und mit über 11 Minuten auch recht abwechslungsreich (auch wenn es manchmal nach Perfect Stranger von Deep Purple klingt). Eigentlich freut man sich dann auf mehr und es kommt ... Langeweile. Ich habe echt probiert, die CD mehrfach durchzuhören, aber es ging einfach nicht. Am Ende musste ich jeden Song weiter skippen. Schade. Ganz nett ist vielleicht noch der letze Song ‘Opus Maximus’, immerhin 10 1/2 Minuten lang und teilweise Richtung frickelige Dream Theater. Das war’s dann aber auch schon. Wahrscheinlich mache ich mir jetzt mit dieser Review nicht viel Freunde, weil die Reaktionen in der Presse und im Internet eigentlich durchweg positiv sind. Aber was soll ich machen ... ist echt nicht meins.

Subsignal - La Muerta (VÖ:25.05.2018)
Subsignal werden ja gerne als Nachfolge-Band von ‘Sieges Even’ bezeichnet, wurde die Band ja im Jahr 2008 rum von den beiden Sieges Even - Musikern Arno Menses (Vocals) und Markus Steffen (Gitarre) gegründet. Meine ersten Erlebnisse mit der Band hatte ich 2009 auf dem Night Of The Prog-Festival auf der Loreley und war mehr als begeistert.
Seit dem letzten Output ‘The Beacons Of Somewhere Sometime’ sind gute 2 1/2 Jahre vergangen und einen kleinen Line-Up-Wechsel hat es wieder gegeben. An den Keyboards sitzt nun Markus Maichel (u.a. auch bei Dante) und hat Luca Di Gennaro abgelöst. Das scheint aber schon länger passiert zu sein, denn auf der letzten Tour die ich von Subsignal (zusammen mit Dante) besucht habe (das muss irgendwann so Anfang 2016 gewesen sein), war Markus Maichel schon an den Keyboards aktiv.
Über das Cover von ‘La Muerta’ möchte ich jetzt mal keine Worte verlieren ... ich mag einfach mexikanische Sugar-Sculls (wie man meinem Profil-Bild auf meinem Instagram-Account entnehmen kann) und das passt natürlich hervorragend zum CD-Titel.
Was auf jeden Fall zu bemerken ist: ‘La Muerta’ ist im Vergleich zum Vorgänger eingängiger, melodischer geworden, was der Musik erstaunlicherweise gut tut und sicher einen breiteren Hörerkreis ansprechen wird. Selbstverständlich bleiben trotzdem die außergewöhnlichen Trademarks der Band, nämlich nach (nicht mehr so ausufernden) komplizierten Parts immer wieder zu einer genialen Melodie und zu einem eingängigen Refrain zurück zu kommen, erhalten. Bestes Beispiel hierfür ist der Track ‘The Bells Of Lyonesse’, der einfach einen traumhaften Refrain hat, der dann auch noch - Gänsehaut garantiert - von Arno Menses mit seiner außergewöhnlichen Stimme selbst in den höheren Lagen absolut sicher interpretiert wird. Das gepaart mit einer genial-gefühlvollen Gitarre. Eines der besten Stücke, die ich jemals von Subsignal gehört habe. Oder nehmen wir das Titelstück ‘La Muerta’. Das ist sowas von typisch Subsignal und hätte auch schon auf dem Erstlingswerk ‘Beautiful & Monstrous’ drauf sein können.
Ich würde jetzt gerne noch ein paar Songs extra herausheben. Das fällt mir aber unheimlich schwer, da wirklich die komplette CD das hohe Niveau hält und es wirklich überhaupt keinen Ausfall gibt. Besonders überzeugt hat mich vielleicht noch ‘Every Able Hand’ wegen den Keyboard-Läufen im Hintergrund, die ich so seit den 80ern von Marillion in ihren besten Zeiten nicht gehört habe. Fast ein bißchen mexikanisches Feeling kommt bei dem (leider zu kurzen) Instrumental-Stück ‘Teardrops Will Dry In Source Of Origin’ auf. Wunderschöne akustische Gitarre. Etwas untypisch für Subsignal ist vielleicht der Song ‘Even Though The Stars Don’t Shine’. Wusste gar nicht, dass die Jungs auch so einen richtig straighten Rocker schreiben können. Für’s Radio leider 1 1/2 Minuten zu lang ... aber könnte echt einen richtig breiten Geschmack treffen.
Ziemlich nahe an das Vorgänger-Album kommt vielleicht der Song ‘The Passage’, mit knapp 7 1/2 Minuten auch das längste Stück und mit vielen langen Instrumental-Parts. Und was für’s Herz gibt es dann noch mit der Abschluss-Ballade ‘Some Kind Of Drowning’ bei der Marjana Semkina (von ‘I Am The Morning’) einen geialen Vocal-Auftritt hat und mit Arno Menses ein sensationelles Duett singt. Und das unterstützt von Markus Jehle (RPWL) am Piano. Gänsehaut zum Schluss. Als weitere Gast-Musiker sind dann noch Kalle Wallner (Gitarre) und Yogi Lang (Keyboards), ebenfalls von RPWL, genannt, die die CD auch sensationell gut produziert haben.
Mit ‘La Muerta’ ist Subsignal ein weiteres Meisterwerk gelungen, das durch die weniger komplexen Song-Strukturen sicher ein noch breiteres Publikum ansprechen werden. Für mich schon jetzt ein heißer Anwärter auf die CD des Jahres 2018. Veröffentlicht wird die CD bei Gentle Art Of Music, mehr Infos gibt es auf der Band-Homepage. Ein erstes Video von ‘Even Though The Stars Don’t Shine’ wurde auch schon bei YouTube hochgeladen. Muss man unbedingt haben.

Temperance - Of Jupiter And Moons (VÖ:20.04.2018)
Symphonic Metal aus Italien häuft sich gerade ein bißchen auf meiner Homepage. Mit meinem letzten Update habe ich ja schon ‘Sleeping Romance’ und ‘Secret Rule’ besprochen. Und jetzt kommt mit ‘Temperance’ gleich die nächste Band aus diesem Genre auf meine Seite. Warum ist das so? Nun, neben meinem Faible für Prog-Rock und Prog-Metal gehe ich liebend gerne auf Symphonic Metal Konzerte und dabei so oft es geht zu meiner Lieblings-Band aus diesem Bereich, Serenity. Und im Rahmen der Symphonic Metal Nights im Frühjahr 2018 sind neben dem Top-Act Serenity eben noch die genannten 2 Bands aufgetreten, die ich beide richtig gut fand. Nun gehen die Symphonic Metal Nights im Herbst in eine zweite Runde und neben Serenity und Visions Of Atlantis die auch schon im Frühjahr dabei waren, gibt es 2 neue Opener. Nämlich Dragony (die Band von VoA-Sänger Siegfried Samer) sowie eben auch Temperance. Und da man sich ja ein bißchen einhören muss, habe ich mir den aktuelle Output ‘Of Jupiter And Moons’ gegönnt. Und ich muss sagen, die Band passt hervorragend zum restlichen Line-Up. Trademarks der Band sind - neben natürlich bombastischen, melodischen Songs mit Refrains zum mitgröhlen - 2 außergewöhnliche Vocalisten namens Alessia Scolletti und Michele Guaitoli. Und somit ist auch klar, dass durch diese Kombination weiblicher und männlicher Gesang eine gewisse musikalische Nähe zu Visions Of Atlantis nicht zu verleugnen ist. Dies merkt man an so Songs wie ‘The Last Hope In A World Of Hopes’, ‘Broken Promises’ oder auch dem Titelstück, die ich gleichzeitig auch als absolute Highlights der CD bezeichnen will. Geniale Melodien, eingängige Refrains, genügend Bombast, Keyboard-Teppich, fette Gitarren-Riffs. Richtig cooler Symphonic Metal. Aber auch die anderen 7 Songs stehen in der Qualität auf der gleichen Stufe. Nicht ein Ausfall oder Lückenfüller.
Besonders herausheben möchte ich vielleicht noch den Song ‘Alive Again’ (Gänsehaut-Melodie) sowie die Power-Ballade ‘Empires And Men’ Und auch der Rausschmeißer ‘Daruma’s Eyes Part 1’ ist etwas außergewöhnlich, denn selbst über 7 Minuten Symphonic Metal können richtig abwechslungsreich sein.
Wer auf das Genre Symphonic Metal steht, sollte Temperance unbedingt antesten. Tolle Neuentdeckung. Mehr Infos gibt es auf ihrer Homepage. Und wer weiß, vielleicht sieht man sich im Herbst auf einem Konzert im Rahmen der Symphonic Metal Nights. Ich werde auf jeden Fall in Stuttgart und Wien dabei sein. Eventuell noch ein oder zwei weitere Konzerte.

Vantomme - Vegir (VÖ:05.01.2018)
Mal wieder was Neues aus dem Hause Moonjune Records, bekannt für erstklassige Jazz-Veröffentlichungen, die auch für Prog-Freunde interessant sein können. Und das trifft vor allem auf die vorliegende Scheibe ‘Vegir’ von ‘Vantomme’ zu, die neben (natürlich) vielen Jazz-Anleihen vor allem auch hervorragende Prog-Momente hat. Und das liegt vor allem an den teilnehmenden Musikern. Zu allererst möchte ich hier Dominique Vantomme nennen, der mit seinen diversen Tasteninstrumenten (Fender Rhodes Electric Piano, Piano, Mini Moog, Mellotron) einen unglaublich guten Background-Sound hinbekommen hat. Dazu der Ausnahme-Gitarrist Michel Delville (The Wrong Object, Doubt, Machine Mass), der ein paar herausragende Gitarren-Parts abliefert. Die Rhytmusfraktion besteht dann noch aus keinem Geringeren als Tony Levin am Bass (vor allem natürlich über Peter Gabriel bekannt) und dem Drummer Maxime Lenssens, den ich bis jetzt noch nicht kannte.
Da die CD rein instrumental ist, finde ich immer witzig, wie Jazz-Bands auf ihre Song-Namen kommen, da es ja keinen Text-Bezug gibt. Und auch bei ‘Vegir’ gibt es meiner Meinung nach 2 richtige Perlen. ‘Playing Chess With Barney Rubble’ (das ist der englische Name von Barney Geröllheimer von den Feuersteins) oder noch besser ... ‘The Self Licking Ice-cream Cone’. Unglaublich kreativ würde ich mal sagen.
Musikalisch liegen ‘Vantomme’ eindeutig im ziemlich ruhigen Jazz-Prog Bereich, Kein ausuferndes Gedudel sondern immer sehr homogen und auch Melodie-Orientiert. Natürlich dürfen die einzelnen Musiker auch mal ihrer Kreativität freien Lauf lassen, aber insgesamt ist die Scheibe durchweg eher leicht verdaulich und somit auch eventuell für Hörer die mit Jazz normalerweise nicht so viel anfangen können, sehr verdaulich. Muss man unbedingt mal antesten.

Visions Of Atlantis - The Deep & The Dark (VÖ: 16.02.2018)
Seit der Gründung im Jahre 2000 wurde die Österreichische Symphonic Metal Band ‘Visions Of Atlantis’ im Laufe der Jahre personell schwer gebeutelt. Ausstiege von Musikern, Wiedereinstiege von Musikern, diverse Wechsel am Mikrophon. Am Ende blieb Schlagzeuger und Gründungsmitglied Thomas Caser übrig. Und heute ... sind 2 geniale Sänger/innen mit Siegfried Samer (Dragony) sowie Clémentine Delauney (Ex-Serenity / Exit Eden) gefunden sowie 2 ehemalige Live-Musiker (Christian Douscha - Gitarre und Herbert Glos - Bass / bekannt von Dragony, wobei der Bass auf ‘The Deep & The Dark’ von Mike Koren eingespielt wurde) mit eingestiegen. Ich hoffe inständig für die Band, dass die Zeiten der dauernden Musiker-Wechsel endlich vorbei sind und man sich auf das Wesentliche, nämlich genialen Symphonic Metal konzentrieren kann.
Ich habe die Band früher schon diverse Male auf irgendwelchen Konzerten gesehen, allerdings hatten sie bei mir ehrlicherweise keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dies hat sich allerdings seit Neuestem total geändert.
Im Rahmen der Symphonic Metal Nights 2018 habe ich VoA zwei mal live erleben dürfen. Zum Tour-Auftakt in Wörgl mit einem fulminanten Auftritt (Fotos davon gibt es auf meinem Facebook- und Instagram-Account) sowie ziemlich am Ende der Tour in München, dort leider mit einer durch Erkältung etwas angeschlagenen Clémentine Delauney und einem leicht verkürzten Set. Wer meine Reviews regelmäßig liest, weiß dass ich voll auf die Stimme von Clémi stehe. Eine Ausnahme-Erscheinung in diesem Genre. Und wenn es Perfektion gibt, dann ist es das Zusammenspiel mit der Stimme von Siegfried Samer. Das passt einfach wie die Faust auf’s Auge. Unglaublich homogen. Und das hört man natürlich auch auf dem neuesten Werk ‘The Deep & The Dark’.
Schon das Titelstück als Opener ist sowas von fett. Geile Gitarren-Riffs, bombastischer Keyboard-Teppich im Hintergrund, Bombast zwischendurch, geiles Gitarren-Solo. Refrain mit Ohrwurm-Charakter. Und dann der Gänsehaut-Gesang von Clémi. Sensationell. Es folgt die erste Video-Auskopplung ‘Return To Lemuria’, hier dann endlich das erste Gesangs-Battle zwischen Clémi und Siegfried. Und genau hier merkt man, wie toll die Stimmen zusammenpassen. Auch wenn der Refrain etwas cheesy ist ... das echt ein bißchen zu dick in die Melodie-Kiste gegriffen. Aber ich meine das absolut positiv. Und es gibt keine Pause mit den guten Songs. ‘Ritual Night’ (etwas folkig angehaucht), die zweite Video-Auskopplung ‘The Silent Munity’ (neben dem Titelstück von den ‘härteren Sachen mein zweites Highlight) und und und. Neben den schnelleren Stücken gibt es dann noch zwei außergewöhnliche Balladen. ‘The Last Home’ (Clémentine Delauney in Höchstform ... Gänsehaut garantiert) sowie ‘Prayer To The Lost’, ebenfalls nur von Clémi gesungen und ihrer Schwester Lou gewidmet.
Im Moment meine CD des Jahres 2018. Muss man unbedingt haben. Ein Meisterwerk dieses Genres.

 

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